Medien, die in ihr natürliches Habitat zurückkehren – mitten zwischen die Menschen. Diesen Gedanken verfolgt Alexander von Streit in seinem Projekt „Media Rewilding“. Der Krautreporter-Mitgründer und ehemalige Chefredakteur untersucht, wie Journalismus wieder sichtbarer werden kann: auf Bühnen, in Cafés, Begegnungshäusern oder bei Veranstaltungen, bei denen Menschen nicht nur Inhalte konsumieren, sondern sich auch begegnen.
Für seine ersten Fallstudien hat von Streit unter anderem das Berliner Medienhaus Publix, journalistische Bühnenshows und neue hybride Orte wie das Correctiv-Café „Spotlight“ betrachtet. Seine These: Journalismus sollte nicht nur nach Reichweite streben, sondern stärker nach Resonanz. Statt möglichst viele Menschen zu erreichen, müsse er Beziehungen aufbauen, die Vertrauen schaffen und langfristig wirken. Im Gespräch mit Alexander Matzkeit erklärt von Streit, was er sich von dieser Art „Auswilderung“ von Medien verspricht und diskutiert, ob solche Formate tatsächlich neue Zielgruppen erreichen.
In der Medienkritik: Das neue Online-Nachrichtenformat „Warum?“ von Arte.
