Dialog: die Zukunft von Journalismus & Medien

Das Grimme-Institut beim b° future festival in Bonn

Bild: Lars Gräßer / Grimme-Institut

Tausende Menschen beim b° future festival 2026

Unter dem Motto „Lautstärke runter. Dialog hoch.“ hat das gemeinnützige Bonn Institute vom 1. bis 3. Oktober das b° future festival veranstaltet – bereits zum vierten Mal. Im Mittelpunkt standen aktuelle gesellschaftliche Fragen, unterschiedliche Perspektiven und der offene Austausch: Was bewegt uns? Was verändert sich? Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten? Und welche Rolle können Medien und Journalismus hier spielen?

Beim b° future festival kamen dazu Menschen aus Bonn und der Region mit Medienschaffenden, Expertinnen und Experten sowie Gästen aus aller Welt zusammen – bei bestem Spätsommerwetter. Mehr als 200 Veranstaltungen, rund 300 Mitwirkende aus knapp 30 Ländern und Tausende Besucherinnen und Besucher machten das Festival erneut zu einem Ort für Begegnung, Diskussion und Beteiligung.

Dazu Ellen Heinrichs, Geschäftsführerin des Bonn Institute und Initiatorin des b° future festival: „Im digitalen Zeitalter erwarten die Menschen von Journalismus zu Recht, dass er mehr ist als eine kommunikative Einbahnstraße. Sie erwarten, dass sie mitreden können, dass ihnen zugehört wird und dass sie sich einbringen können. Das wollen wir mit dem b° future festival erreichen.“

Auch das Grimme-Institut war mit drei Angeboten beim b° future festival vertreten und brachte dabei zentrale Themen seiner Arbeit in den öffentlichen Diskurs: Qualitätsfragen im Journalismus, das Verhältnis von Fakten und Unterhaltung sowie Vernetzungsangebote zum Einstieg in den Radiojournalismus.

Klimajournalismus im Fokus

Am 2. Oktober ging der „LÄUFT – Podcast“ von epd medien und Grimme-Institut unter dem Titel „Klimajournalismus jetzt“ live der Frage nach, warum Klimaberichterstattung in vielen Medien an Raum verliert – und was es für eine starke und zukunftsfähige Klimaberichterstattung braucht. Zu Gast waren Dr. Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadt-Anzeigers und Mitglied der Jury des Grimme Online Award, sowie Dr. Norman Schumann, Sprecher von KLIMA° vor acht und Datenwissenschaftler. Moderiert wurde das Gespräch von Aycha Riffi, Leiterin der Grimme Akademie, und Pressesprecher Lars Gräßer. Am 20. Oktober wird der Mitschnitt online gehen.

Fakten, Humor und journalistische Verantwortung

Wie lassen sich journalistische Fakten und satirischer Humor miteinander verbinden? Und wo liegen die Grenzen? Diese Fragen standen am 2. Oktober bei der Veranstaltung „Humor hilft! Fakten und Fun im Journalismus“ im Mittelpunkt. Die Comedy-Autor*innen Thomas Rogel und Jana Fischer diskutierten mit dem zahlreich erschienenen Publikum auf dem Bonner Münsterplatz über das Zusammenspiel von Information, Unterhaltung und Satire. Moderiert wurde das Gespräch ebenfalls von Aycha Riffi.

Medien im Wandel: glaubwürdig bleiben

Auf großes Interesse stieß auch das WDR Lokalzeit Stadtgespräch im Dialogzelt. Moderatorin Anja Backhaus diskutierte am Samstag, 3. Oktober, mit Fachleuten und dem Publikum darüber, wie Medien in Zeiten technologischer und politischer Veränderungen glaubwürdig bleiben können.

Damit griff die Veranstaltung eine Frage auf, die auch die Arbeit des Grimme-Instituts prägt: Wie verändern sich Medien und Journalismus – und was brauchen sie, um ihre gesellschaftliche Rolle auch unter neuen Bedingungen verantwortungsvoll wahrnehmen zu können?

Am selben Tag luden die Grimme-Akademie und Netzwerk Journalismus zum Austausch und zur Vernetzung in der jungen Radioszene ein – mit einem Ausblick auf den 10. RadioNetzwerkTag.

Drei Tage Dialog über die Zukunft der Medien

Wieder schaffte es das b° future festival, die Bonner Innenstadt – und angrenzende Bereiche - in eine offene Pop-up-Bühne zu verwandeln. Auf dem Münsterplatz luden Medienhäuser, Organisationen und Initiativen in insgesamt 17 Zelten zum Gespräch und zur Beteiligung ein.

Mit dabei waren unter anderem die Europäische Kommission und das Europäische Parlament, die Deutsche Welle, der Deutsche Journalisten-Verband, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, der WDR, das Good News Magazin, Spreuweizen, die Bundeszentrale für politische Bildung, Zetland/tbd, das CORRECTIV.Faktenforum und die Stiftung Informationskompetenz.

Mit seinen drei Angeboten beteiligte sich das Grimme-Institut an diesem offenen Dialog über die Zukunft von Journalismus und Medien – und brachte dabei unterschiedliche Perspektiven aus Journalismus, Wissenschaft, Medienpraxis und Unterhaltung zusammen.

Das nächste b° future festival steht bereits fest: Vom 7. bis 9. Oktober 2027 geht es in Bonn in die nächste Runde. Motto dann: Brücken bauen!